Quo vadis

Quo vadis – wohin des Wegs (oder wohin geht es)? Eine Frage, die uns wohl alle irgendwie und irgendwann beschäftigt. Der Titel meines Blogs stellt genau diese Fragen.

Wir leben in unruhigen Zeiten. Alles ist in Bewegung, ändert sich. Gewissheiten schwinden. Viele flüchten sich in Fatalismus, Ignoranz, Depression, Verschwörungstheorien oder Wut. Das Gefühl nichts mehr im Griff zu haben, greift um sich. Eine Zeit der Angst, der Unsicherheit. Eine Zeit der Wirren und des Irrsinns

Fake-News, Verschwörungstheorien, Hass und Häme, Horrornachrichten über brennende Wälder, schmelzende Gletscher, auftauender Permafrost, bröckelnde Berge, sterbende Korallen, Säbelrasseln rund um die Welt, ertinkende Flüchtlinge im Mittelmeer und Propaganda im Nazistil beherrschen die News und lassen uns ratlos zurück. Fast noch mehr als irgendwelche Horrorschlagzeilen, treffen uns Veränderungen in unmittelbarer Nähe. Die Postfiliale schliesst, Entlassungen, Arbeitslosigkeit, Digitalisierung des Alltags – Dinge die uns hilflos und wütend machen. Manche wollen von alldem nichts (mehr) hören, andere werden wütend oder basteln sich ihren eigenen Reim. Ich versuche einzuordnen und zu verstehen. Dafür steht dieser Blog.

Wie also alles einordnen? Was ist wichtig, was unwichtig? Was stimmt, was ist gelogen? Betrifft es mich, meine Familie, Freunde? Wer oder was steckt dahinter? 1000 Fragen und kaum Antworten. Sich überfordert zu fühlen, gehört schon fast zum Alltag.

Auswege gibt es genug. Dazu bietet unser System – sofern genung Geld vorhanden ist – gerne Hand. Ferienträume, Shopping bis die Schwarte kracht, Partys bis zum umfallen. Oder dann die „Flucht“ ins Burnout, die Flucht in den Alkohol, Dorgen oder den exzessiven Sport. Es gibt viele Möglichkeiten sich zu betäuben und dem Druck zu entziehen.

Auch ich mache mir 1000 Gedanken und finde oft keine Antwort. Gerade deshalb ist aber eine Debatte wichtig. Dieser Blog ist ein Beitrag dazu.

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